Tipps und Tricks

Vorweg eine Anmerkung: Dieses sind alles meine Gedanken – als Hund – bzw. die meiner Besitzerin. Sie sind bestimmt nicht vollständig und über einiges kann man wohl auch diskutieren. Aber ohne Überlegen geht es sicherlich nicht.

  1. Die Anschaffung a) Vorüberlegungen

„Oh ja – ein Schulhund – das ist toll!“, so scheinen mehr und mehr Lehrkräfte zu denken, denn die Zahl der Schulhunde in Deutschland und der Schweiz ist steigend. Und „Ja“ ein Schulhund stellt eine unheimliche Bereicherung für das Schulleben dar – aber!!! denkt daran, dass wir Hunde Lebewesen sind und keine Kuscheltiere. Bevor man sich für einen Schulhund entscheidet, sollte man sich im ersten Schritt über die eigenen Bedingungen und Kenntnisse Gedanken machen:

  • Verfüge ich über genügend Kenntnisse im Umgang mit Hunden oder bin ich bereit, mich entsprechend fortzubilden?
  • Habe ich genügend finanzielle und zeitliche Mittel? Nicht nur die Anschaffung und Ausstattung muss finanziert werden, sondern mögliche Tierarztbesuche und vor allem die Ausbildung zum Schulhund kosten Geld, u.U. sogar viel Geld. Und der zeitliche Aspekt ist nicht zu unterschätzen: Vorm Unterricht will jeder Hund Gassi gehen. Auch in den Pausen oder Freistunden sollten Spaziergänge eingeplant sein. Was ist, wenn Konferenzen oder Fortbildungen anstehen – darf ich bzw. euer Vierbeiner mit? Und in den Ferien – und davon habt ihr Lehrer ja viele :-)? Habt ihr auch Zeit, falls es mit mir Probleme gibt, ich krank bin oder aber ich mich als nicht „schulfähig“ erweise?
  • Welche Rasse schwebt mir vor oder soll es ein Tier aus dem Tierschutz sein? Wie gut bin ich über diese Rasse oder den Mix informiert? Welche Bedürfnisse stehen im Vordergrund ( Action, Fressen, Dominanz, Jagen, Lernen, Chillen, ….)
  • Steht die gesamte Familie hinter dem Projekt „Hund/Schulhund“?

Okay, wir gehen jetzt mal davon aus, dass ihr euch viele Gedanken gemacht habt und überzeugt seid, dass ein Schulhund für euch das richtige ist. Ihr habt euch vielleicht auch schon für ein Tier entschieden – vielleicht, weil es so süß und knuffig ist. Das war ich als Welpe ja schließlich auch 🙂

Habt ihr dann auch schon im Blick, wo eurer Schulhund eingesetzt werden soll, wie oft am Tag oder in der Woche? Wo bleibt er, wenn er nicht mit in den Unterricht darf? Gibt es Ruhezonen? Wenn ihr an einer großen Schule seid, habt bitte auch im Blick, dass wir Hunde nicht täglich viele Treppenstufen gehen wollen – das tut unserer Hüfte im Laufe der Jahre nicht gut.

Nun kommen wir aber mal zu den formalen Dingen

b) Wer muss alles informiert werden bzw. mitentscheiden?

Da ist zum einen die Schulleitung und zum anderen das Kollegium. Beide müssen ihr Okay geben und somit muss ein Konferenzbeschluss her. Um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu haben, sollte man auf jeden Fall einiges an Informationen bereit halten. Dazu kann man das Internet nutzen, sich bei Schulhunde-Besitzern erkundigen oder sich einfach in die Fachliteratur eingelesen haben. Lesetipps habe ich für euch auch schon bereit gestellt – s.u. Ob ihr eine PowerPoint erstellt habt oder nicht ist sicherlich nicht entscheidend, sondern dass deutlich wird, dass ihr euch schon viele Gedanken gemacht habt und ihr wisst, wie ein Schulhund eingesetzt wird und was der aktuelle Forschungsstand über den positiven Effekt von Schulhunden zu berichten weiß. Rechnet auch mit Gegenwehr, denn nicht jeder ist ein Tierfreund oder freut sich auf den Geruch eines nassen Hundes – denn ja: Hat es morgens beim Gassigehen geregnet, werde ich nicht trocken in der Schule erscheinen können. Aber das nur so am Rande!

Gehen wir mal davon aus, dass ihr das Kollegium auf eurer Seite habt und es einen entsprechenden Konferenzbeschluss habt. Dann gilt es die nächste Hürde zu nehmen: Die Schulkonferenz ist natürlich auch ein entscheidendes Organ und ohne dessen Zustimmung wird der Einsatz nicht möglich sein. Bedenkt dabei, dass Eltern vielleicht noch einmal einen ganz anderen Blick auf diese Thematik haben: Was ist mit der Hygiene bzw. ist das nicht unhygienisch? Mein Kind hat eine Hundephobie – wie geht man damit um? Bei uns gibt es eine Tierhaarallergie – wie wird mein Kind geschützt? Läuft der Hund frei in der Klasse herum? Lernt das Tier mein Kind nicht beim Lernen ab – es ist doch sowieso schon so unkonzentriert? und und und….

Aber gut vorbereitet wird auch diese Hürde zu schaffen sein – und falls nicht: Akzeptieren!! Gegen den Widerstand von Kolleginnen oder Eltern wird es schwierig und unnötig mühsam.

Solltet ihr aber das Okay der Schulkonferenz haben und ein Hund angeschafft sein, so kann er natürlich nicht sofort eingesetzt werden: Welpenstunde, Hundeschule und Ausbildung zum Schulhund sollten eine Selbstverständlichkeit sein.

Ja und bevor ihr euren Schulhund dann mit in den Unterricht nehmt, muss das Schulamt und das Gesundheitsamt zumindest informiert werden. Die Bestimmungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden und auch die Schulämter haben nicht immer dieselben Bestimmungen. Hier gilt es sich zu informieren.

Ob die Ausbildungskosten abgesetzt werden können, entscheidet das Finanzamt. Auch hier gibt es keine einheitliche Aussage.

2. Der Hund ist da und nun geht es ab in die Schule? Alles über die Notwendigkeiten im Vorfeld (Ausbildung) und das Tun vor Ort.

Naja auch hier gilt es einiges zu beachten. Aber das schreibe ich ein anderes Mal.

Und hier ein paar Links, die hilfreich sein könnten. Diese Liste ist nicht vollständig – dafür bietet das Internet einfach zu viele Möglichkeiten. Aber es darf gerne jeder selber googeln

https://www.planet-wissen.de/natur/tier_und_mensch/hund_und_mensch/beste-freunde-schul-und-therapiehunde-100.html

Startseite

https://schulhundweb.de/index.php?title=Schulhundweb:Gemeinschafts-Portal

https://schulbegleithunde.de/ (Hier gibt es auch eine tolle Broschüre für die Schulleitung)

Wenn es um die Hygiene geht:

Lernen mit Pfötchenhilfe (2): Der Schulhund-Ordner mit Hygieneplan

https://www.betzold.de/blog/schulhund/ – Das könnte Werbung sein, weil die Seite einem Anbieter von Schulmaterialien gehört. Aber die Infos sind ganz gut.

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